06 Dezember 2006

Das kleine Gefühl

Das kleine Gefühl

*
Es war einmal ein kleines Gefühl. Dieses Gefühl war ganz neu auf
dieser großen Welt und wusste noch gar nicht so recht wer es war,
was es war, geschweige denn, wo es hingehörte. Man muss nämlich
wissen, dass Gefühle einfach geboren werden, ganz ohne Bestimmung.
Erst ganz langsam wachsen sie, gewinnen an Kraft, Stärke und Macht mit der Zeit.

*
Das kleine Gefühl war ziemlich orientierungslos. Es stolperte durch
das was man Leben nennt und beobachtete die vielen anderen Gefühle.
Als erstes traf es die Angst. Angst war sehr unruhig immer wieder
blickte es hektisch von rechts nach links. "Ich habe keine Zeit für
dich kleines Gefühl," sagte es "ich bin auf der Suche nach einem
Wesen, bei dem ich mich einnisten kann. Ich muss mir dieses Wesen
ganz genau aussuchen, denn ich brauche viel Platz zum bestehen. Wenn
ich das Wesen ganz eingenommen habe, ist meine Arbeit getan und ich
muss mich sofort auf die Suche nach einem neuen Opfer machen."

*
Das kleine Gefühl erschrak. Nein, das wollte es nicht. So wollte es
nicht sein.

*
So zog es weiter und versuchte die Angst zu vergessen. Plötzlich
kreuzte der Mut den Weg. "Komm mit kleines Gefühl, ich mache dich
groß und stark, viel größer und kräftiger als es die Angst je sein
wird. Du wirst alle Wesen dieser Welt inspirieren und ihnen zeigen
was die Welt kostet, in dir wird soviel Energie wachsen, dass du
alles im Leben erreichen kannst. Schau mich an. Ist das ein Bild?
Ich bin wer!!!"

*
Das kleine Gefühl schüttelte nur verständnislos den Kopf und ließ
den Mut einfach stehen. Schön, es wäre schon gut mutig zu sein, aber
immer und überall alles auf eine Karte setzen? Ohne Rücksicht??? Das
gefiel dem kleinen Gefühl nicht. Eine Mischung aus Angst und
Mut,..., das wäre für den Anfang nicht schlecht.

*
Während es darüber nachdachte, fiel ihm, wie aus heiterem Himmel,
die Eifersucht vor die Füße. "Hallo, hallo, ich bin die Eifersucht,
die mit Eifer sucht, was Leiden schafft!" Das kleine Gefühl lief so
schnell es konnte fort. Es nahm die kleinen Beinchen in die Hand und
rannte. "Eifersucht, Eifer sucht, Leiden schafft, Eifer sucht,
Leiden schafft..." Nein, nein, Leiden ist nicht schön, Leiden tut
weh. Das kleine Gefühl wollte keine Leiden schaffen. Als es ganz aus
der Puste war, setzte es sich auf eine Brücke. Es starrte in einen
großen Fluss und war ganz verwirrt, es wusste noch nicht, was es
einmal sein sollte. Es wuchs bereits, das spürte es wohl. Aber was
aus ihm werden würde, das konnte es nicht einmal ahnen.

*
Inmitten dieser Gedanken bemerkte das kleine Gefühl, dass es nicht
mehr alleine war auf der Brücke. Neben ihm hatte sich ein weiteres
Gefühl niedergelassen. "Na, bist du auch traurig? Mein Name ist
Traurigkeit. Ich bin eines der tiefen Gefühle." Das kleine Gefühl
spürte, wie es immer dunkler, kälter und sehr, sehr still um es
herum wurde. "Das mache ich", sagte Traurigkeit "und wenn du es
nicht aushalten kannst, dann spring doch einfach von der Brücke."
Das kleine Gefühl erschrak abermals. Es schaute von der Brücke
herunter, stand auf und ging ganz dicht an den Rand heran. Es holte
ganz tief Luft, sah der Traurigkeit tief in die schwarzen Augen und sprach:

*
"Tut mir leid, ich bin nicht mutig genug, ich habe genug Angst in
mir um diesen Schritt nicht zu gehen. Ich bin anders. Mach es gut
Traurigkeit."

*
Die Traurigkeit zuckte mit den Achseln und sah dem kleinen Gefühl
nach, das mit festen Schritten die Brücke verließ und
seines Weges ging.

*
"Wer bist du?", hörte das kleine Gefühl auf einmal ganz leise eine
sehr harte Stimme.
"Ich? ich bin, ich weiß es nicht."
"Aha."
"Und du? Wer bist du?"
"Ich bin der Hass. Man kann mich sehen, hören, spüren, fühlen. Ich
beherrsche die Welt. Ich werde geboren um zu vernichten - alles -
auch dich, wenn ich will."
"Und, willst du?"
"Hast du keine Angst?""Doch, ein wenig!"
"Du bist sehr mutig, kleines Gefühl!"
"Warum? Weil ich mich nicht arg vor dir fürchte? Weil ich nicht
eifersüchtig auf deine Macht bin?"
"Du sprichst mit mir. Du lachst mir ins Gesicht, das beeindruckt
mich eben!"
"Du Hass, ich muss weiter mich finden, adieu!"

*
Das kleine Gefühl zog weiter. Auf seinem Weg durch das Leben traf es
auch noch viele, andere und unterschiedliche Gefühle. Es begegnete
der Gier, der Lust, dem Neid, der Begierde, dem Mitleid, der großen
Panik, der Euphorie und noch vielen anderen. Alle für sich sehr
interessant, aber das kleine Gefühl fand sich nirgendwo wieder.

*
Eines Tages dann, das Gefühl war schon sehr müde von der langen
Reise, beobachtete es zwei Wesen, die eng umschlungen inmitten einer
großen Düne lagen. Die Wesen waren so zärtlich zueinander. Liebevoll
ertasteten sie ihre Körper, küssten sich lang und sehr
leidenschaftlich und die Welt um sie herum schien nicht mehr zu
existieren. Sie führten intensive Gespräche und bei einem hörte das
kleine Gefühl ganz besonders gut zu:

*
"Nein, Zaubermaus! Ich kann es dir nicht beschreiben. Ich kann es
nicht in Worte fassen, keine Worte finden. Es ist einfach da. Es ist
in mir und wächst jeden Tag, mit jedem deiner Worte, mit jeder
deiner Berührungen. Es ist unglaublich schön. Es macht Angst und
nimmt sie gleichzeitig. Es gibt Vertrauen. Ich bin eifersüchtig und
neidisch auf jeden Menschen, der in deiner Nähe sein darf, wenn ich
nicht bei dir sein kann. Es macht mich glücklich und manchmal auch
traurig. Es ist alles auf einmal. Ich fühle mich dadurch riesenstark
und schneckenklein. Ich habe so viele Schmetterlinge in meinem
Bauch. Es ist alles, was mit dir zu tun hat.

*
Es ist soooooooooooooooooooo schön, aber es ist eben nicht zu
beschreiben..."

*
Liebe..........schoss es dem kleinen Gefühl durch den Kopf. Ich bin
die Liebe!!! Ich bin nicht greifbar, nicht wirklich sichtbar aber
spür- und lebbar. Ich bin da und mache Wesen glücklich. So wie die
beiden dort. "Ich bin die Liebe!!!"

*
Die Liebe verweilte noch lange Zeit bei den beiden Wesen. Sie wuchs
stetig an und in ihr fanden sich fast alle Gefühle wieder, die das
Gefühl auf dessen Reise getroffen hatte. Fast alle.

*

29 September 2006

Ratlos

Was mache ich jetzt?
Mache ich weiter mit meine Geschichten aus Hoogkerk, lege ich mein Seelenleben hier offen oder laß ich dieses Blogg so stehen bis es sich in nichts auflöst?
Es sind schon einige Stunden die ich hier, gerne, verbracht habe. Und das aufzugeben wäre auch schade.
Ich werde es mir überlegen.

26 September 2006

Habe es satt

Vielleicht haben einige es bemerkt.
Ich habe den Artikel " Wieder da? " entfernt. Und das weil ich kein Bock habe hier ellenlange Diskusionen zuführen was wohl und was nicht mit mir stimmen könnte. Vorallem dann nicht wenn alles anonym geschrieben wird.
Ich kann von mir sagen das ich sehr vieles unternommen habe und trotzdem jedesmal wieder einen Arschtritt bekommen habe.
Und da ich in meine Therapie gelernt habe Abstand zu nehmen komme ich ganz gut mit diese Situation zurecht wovon eine Partei meint zu wissen worum es geht.

11 August 2006

Wieder da?


Lang ist es her das ich hier auf diese Seite etwas geschrieben habe. Ich weiß es. Irgendwie fehlte mir die richtige Lust dazu. Natürlich kann ich schreiben warum aus meinem Füller ( Kopf ) keine Tinte fließen will um ein Blatt zu füllen. Aber ich weiß es selbst nicht.
Auch jetzt sitze ich vor meinen Rechner, Stiere die Tasten an die darauf warten betätigt zu werden. Aber die (richtigen) Worte zu formen, aus denen nun mal eine Geschichte besteht, fällt mir verdammt schwer und stimmt mich traurig. Wenn ich nur selber wüßte woran das liegt?
Auch habe ich mir schon überlegt dieses Blog zu schließen. Doch warum schließen?
Oder doch wieder da weiter zu machen wo ich aufgehört habe!?! Vielleicht hat es etwas damit zu tun das mein jetziges Leben auch nur so dahin plätschert. Ohne Sinn und Zweck. Nur halt eben das nötigste zu tun um den Tag rund zu kommen.
In den Tag hinein leben ist schön und gut aber es bringt keine Erfüllung. Wenn ich nur eine Lösung wüßte. Tja, arbeiten gehen! Aber was für Arbeit?.
Ja, mein Leben ist im Augenblick wie mein Blog! Es wartet darauf das es wieder weiter geht. Nur bei meinem Leben weiß ich mit Sicherheit das es NICHT da weiter gehen kann wo ich aufgehört habe. Das schaffe ich körperlich, aber auch geistig, nicht. Mein Körper ist ausgelaugt und mein Kopf noch immer leer.
ABER ES MUSS WAS GESCHEHEN!!! SO KANN UND DARF ES NICHT WEITER GEHEN.

05 Dezember 2005

Spielen


Spielen konnte man gut in Hoogkerk. Überall. Auch dort wo es verboten war. Zum Beispiel im Holzlager, zwischen den aufgetrennten Baumstämmen. Ein paar Latten quer zwischen den Stämmen geklemmt, ein Tuch darüber gespannt und schon hatte ich eine wunderschöne Höhle. Aber am schönsten konnte man oben über die Werkstatt spielen. Da war es richtig spannend. Ab und zu durften wir von meinem Vater nach oben. Und zwar dann wenn Brennholz weg geräumt werden mußte. Das Holz wurde auf dem Dachboden gelagert. Es gab nämlich von dort einen Schacht der zur Küche hin führte. Und dieser Schacht wurde mit Brennholz gefüllt und in der Küche gab es eine Kiste in dem das Brennholz fiel. Somit war das Holz da wo es gebraucht wurde. Beim Ofen. Und ab und zu durften (mußten) wir diesen Schacht auffüllen.
Doch manchmal gelang es uns auch unbemerkt auf dem Boden zu gelangen. Ganz ohne Aufsicht. Und dann wurde Versteck gespielt.
Der Vorbesitzer dieser Tischlerei hatte viele Sachen dort oben stehen lassen. Und so standen zwischen einen Haufen von Holzschaufeln und Spielzeug-Schubkarren auch einige Särge. Am Anfang war es grusselig, aber nachdem wir alles untersucht und festgestellt hatten das diese Särge eigentlich auch nur "Holzkisten" waren, wurden sie natürlich auch mit im Spiel einbezogen.
Ab und zu kam es vor das, wenn wir dort oben waren, einfach zu laut waren. Dann hörten wir wie Papa die Treppe hoch kam. Um nicht erwischt zu werden galt es jetzt sich schnell zu verstecken. Und was lag näher als sich in den Sarg zu legen und den Deckel darüber zu ziehen!?! Nachdem mein Vater dann wieder weg war kamen wir aus unserem Versteck hervor und konnten unser, unterbrochenes, Spiel wieder fortsetzen.
Auf die Idee, in den Särgen nachzuschauen, ist mein Vater nie gekommen. Ein solch makkabres Spiel hat mein Vater uns wohl nicht zugetraut.

22 November 2005

Teenager aus Hoogkerk (NL)

Dieses Foto ist ca. 1957-58 in Hoogkerk entstanden. In der 2. Reihe, die2. von rechts ist meine Schwester Dinie. Die anderen sind ihre damaligen Freundinnen. Leider kennt Dinie die Namen der Mädchen nicht mehr. Falls jemand Personen auf dieses Bild erkennt wäre ich dankbar für jeden Tip oder Hinweis.
Das Bild kann durch anklicken vergrößert werden!

Karten spielen

Wie ich schon ge-schrieben habe wurden die Abende oftmals mit Spiele verkürzt. Das Kartenspiel "Pesten", ähnlich dem Spiel "Mau-mau", war sehr beliebt.
In diesem Fall hatten wir Wessel und Gerda zu Besuch. Wessel ist ein alter Bekannter von meinem Vater. Die Beiden kennen sich schon seit ewigen Zeiten.
In Groningen war Wessel auch schon des öfteren zu Besuch. Aber da weiß ich nichts mehr von. Nur aus Erzählungen von meine Mutter weiß ich eine Geschichte aus der groninger Zeit.
Wessel war da und wollte in die Stadt. Er fragte ob ich mit wolle. Eine blöde Frage! Sicher wollte ich. Meine Mutter meinte extra sagen zu müssen das ich um nichts fragen durfte. So etwas macht man nicht. Und gehorsam wie ich nun mal war tat ich das auch nicht. Also los ging's. Zuerst zur Bushalte-stelle, dann mit dem Stadtbus hinein in's Vergnügen.
Man was gab es da viel zu sehen. Die grossen Geschäften wurden zu der Zeit modern und so landeten wir auch bei V&D.
Ein riesiger Laden in meinen Augen. Eine Straftat um da mit Kinder hin zu gehen! Es gab viele Sachen die mir in's Auge stachen. Vorallem als wir die Spielzeugabteilung betraten. Da lag ein wunderschöner, roter Ball. Wie gerne hätte ich den gehabt. Aber ich durfte nicht darum fragen. Mama hatte es ja verboten.Wir liefen da so umher aber ich sah nicht mehr viel von den Sachen. Der schöne,rote Ball hatte es mir angetan. Wie gerne hätte ich den gehabt.
"Du Onkel Wessel" hörte ich auf einmal meine Stimme sagen. " Du Onkel Wessel? Ist das nicht ein schöner, roter Ball? Guck mal die Punkte! Ich hätte den ja schon gerne, aber ich darf nicht fragen"!
Als wir dann nach einige Zeit im Bus nach Hause fuhren hatte ich ein schöner, roter Ball unter meinem Arm. Ich war richtig stolz. Ich hatte Wessel gesagt das ich ein schöner, roter Ball gesehen hatte. Und ich hatte gesagt das ich nicht darum fragen durfte. Und ich glaube das Wessel mir deshalb den Ball geschenkt hat weil ich nicht darum gefragt hatte.
Nun bin ich von meinem Kartenspiel abgekommen.

Wir hatten immer viel spass beim Karten spielen und manchmal hatte man Probleme die richtige Wahl zu treffen um die geeigneste Karte abzulegen.die Beiden auf dem Foto, Wessel und Dinie, hatten gerade das Problem so zu sehen.
Nur eine konnte daran kein Gefallen finden. Und das war meine Oma. Ihr Spruch war immer "Mit den Karten spielt immer der Teufel mit"!
Ich vermute das ihr das früher erzählt worden ist. Jedenfalls hat sie nie die Karten in ihren Händen gehabt. Dann mußte sie mal dabei sitzen und sich ärgern. Wir ließen uns nicht davon abhalten und haben oft und viel gespielt. Auch heute noch.

09 November 2005

Arbeit

Jetzt könnt ihr meine Eltern bei der Arbeit zusehen.
Ab und zu war es wohl schön wenn die Beiden am polstern waren. So blieb für uns genügend Zeit alles zu erkunden. Und ich kann Euch sagen : Es gab eine Menge zu entdecken.












Ich hatte ja schon erwähnt das Mama sehr geschickt ist und vieles kann.
Ich glaube sogar das Ihr das polstern spass gemacht hat.
Wenn die Beiden tätig waren bekamen sie nichts von dem mit was um sie herum passierte.








Ja Herr Greiner! Da staunst Du nicht schlecht. Guckst ja richtig erschrocken.
Macht nichts, das Bild ist im Kasten Und ich freue mich das ich es hier verwenden kann!

08 November 2005

Meine Mutter

Ich glaube, wenn jemand ein Artikel hier auf diesem Blog verdient hat, dann ist es wohl meine Mutter. Sie hat ihr Lebtag sehr, sehr viel gearbeitet und war immer für ihre Familie da. Sie konnte mit dem Kochtopf genau so gut umgehen wie mit der Nähmachine oder dem Polstererhammer.
Sie hat oft, wenn Not am Mann (Frau) war, mein Vater beim polstern geholfen. Bis abends spät in der Nacht waren die Beiden am arbeiten. Nur damit die Kunden zufrieden waren. Auch das Nähen der Möbelstoffe hat sie übernommen. Ziernähte und Biezen waren ihre Spezialität.
Aber wie gesagt, sie konnte, und kann, mit vielen Sachen umgehen. Nur einmal ist ihr ein schrecklicher Fehler unterlaufen. Da habe ich Angst um meine Mutter gehabt. Aber darüber schreibe ich später.

die Familie


Darf ich vorstellen? Die Familie Greiner in Hoogkerk.
In der hinteren Reihe , die grössere, steht Elly. Die Dinie steht rechts.
Die vordere Reihe wird gefüllt von mein Papa, meine Mutter und der so sauer guckt, das bin ich, Chris.

05 November 2005

Oma Greiner

Mein Oma! Sie war die liebste Oma die ich hatte. Sie war die einzigste.
Aber sehr eigensinnig. Aus Erzählungen weiß ich das sie manchmal Probleme mit uns hatte. Wir machten ihr zuviel Krach und zuviel Hektik. Das konnte sie wohl nicht mehr so gut vertragen.Und deshalb mußten meine Eltern sich etwas einfallen lassen damit Oma ihre ruhige Ecke hatte.
Zwischen Wohn- zimmer und Küche, getrennt durch Schiebe- türen, war noch ein Raum. Dieser Raum wurde ihr Schlafzimmer. Und unser Wohnzimmer wurde IHR Wohnzimmer. Wenn wir da mal sitzen wollten waren wir bei Oma zu Besuch.
Am Anfang gefiel es ihr. Aber abends saßen wir gemütlich in unsere Küche zusammen, spielten Karten, das Gänsespiel oder irgend etwas anderes. Nur Oma saß alleine vorne in ihr Wohnzimmer und hatte ihre Ruhe.
Die Schiebetüren ließ sie einen Spalt offen, damit sie zumindest eine Geräuschkulisse hatte. Durch den Spalt der Türen sah mein Vater seine Mutter, Oma, im Wohnzimmer sitzen und bekam Mitleid mit ihr.
Er meinte ob wir Oma nicht fragen sollten ob sie nicht lieber bei uns sitzen möchte.
"Kommt gar nicht in Frage" war die Reaktion von meine Mutter."Sie wollte es selbst so, also wenn sie was will soll sie fragen"! Aber Oma kam nicht.
Das ging eine ganze Weile so. Abends, wenn sich die Familie in der Küche einfand ging Oma in "ihr" Zimmer und schob Langeweile.
Doch eines Abends wurde an die Küchentür geklopft. Es war Oma. Anstatt durch ihr Schlafzimmer zur Küche zu gehen, war sie durch den Flur gegangen und stand nun in der Tür.
"Dürfte Ich bei Euch sitzen"? war ihre Frage. "Aber natürlich" antwortete meine Mutter. "Es hat keiner gesagt das Du alleine da vorne im Wohnzimmer sitzen sollst. Das wolltest Du selber".
Und so kam es das Oma sich wieder mit am Familienleben teil nahm. Und wenn es ihr dann doch noch mal zuviel wurde, konnte sie sich in ihrem Wohnzimmer zurück ziehen. Was nicht sehr oft vorkam.

03 November 2005

Besuch

Besuch hatten wir immer genug in Hoogkerk. Auf dem Foto seht ihr mein Opa aus Assen. Opa Bebingh. Die beiden Damen neben ihm sind seine Töchter. Links neben mein Opa steht meine Mutter und rechts neben Opa steht Tante Roelie aus Woudenberg. Die Kinder von Opa, Marijke und Egbert waren genau so gerne in Hoogkerk wie ich in Assen. Und ich war oft dort.
Egbert ist ca. 4 Jahre älter als ich, trotzdem war immer große Freude wenn er da war. Denn mit ihm konnte man wunderbar spielen. Auch er war für jeden Blödsinn zu haben. Und wenn er dann da war sind wir oft heimlich auf dem Dachboden über der Werkstatt geklettert.
Auch habe ich von ihm das "Pijltjes schieten" gelernt. Da wurden aus Streifen Zeitungspapier Pfeile gedreht. Diese Pfeile wurden in ein Plastikrohr eingepasst. Dabei wurde der Pfeil am dickeren Ende soweit eingekürzt bis er in's Rohr passte. Und durch kräftiges Pusten im Rohr schoß der Pfeil vorne "pfeilschnell" raus.
Aber das schießen mußte natürlich geübt werden, was wir auch oft machten. Als Ziel diente oft ein Laternenpfahl der direkt vor meinem Schlafzimmerfenster stand. Dabei ging es darum die Pfeile so zu plazieren das sie in der Laterne hängen blieben.
wir waren schon eine Weile am "üben" gewesen.Einige Pfeile hingen schon im Laternenpfahl, die meisten lagen aber unten auf der Straße.
Uns war die Munition ausgegangen. Also wurde die nächste Zeitung geholt und noch mehr Papierstreifen geschnitten. Und mit jeden Pfeil, den wir verschossen wurden die Papierschnipsel auf der Staße immer mehr. Denn die abgerissenen Reste wurden auch aus dem Fenster geworfen.
Doch, oh Schreck, kam da hinten nicht der Dorfpolizist angelaufen? Einen Augenblick zögerten wir noch. Abwartend wohin er wollte. Doch er kam immer näher zu unserem Haus. Was nun? Verstecken und warten? Worauf? Auf ein Donnerwetter von Klunder, so hieß der Polizist. Und anschließend auch noch von meinem Vater? Oh man, Was lag unten eine Menge an Pfeilen und Parierschnipsel.
Nein, es gab nur eine Lösung. Die Flucht nach vorne.
Wir die Treppe runter gestürmt,durch den langen Gang nach hinten aus dem Haus. In die Werkstatt, jeder ein Besen geschnappt und nach vorne die Straße fegen.
Die Papierreste wurden immer weniger. Da kam der Polizist aus dem Haus. Mit Sultan, unser Hund, an der Leine. Was nun? War er nicht wegen uns gekommen?
Wollte er nur den Hund holen? Und wir Trottel dachten er würde wegen uns und den Dreck kommen! Schade, war sein Kommentar. Schade das ihr die Straße fegen müßt, sonst hättet ihr ja mitkommen können. Oh oh oh! Was haben wir uns geärgert.

28 Oktober 2005

Erziehung

Ja, das brauchte Sultan, unser Hund. Erziehung! Er war noch jung und wild. Und wenn er die Möglichkeit sah ab zu hauen, na dann war er weg.Oft waren meine Schwestern nicht ganz schuldlos das der Hund abends weg lief. Denn wenn sie vom Gassi gehen zurück kamen, ließen sie den Hund von der Leine und weg war er. Nur hatte das ganze eine Taktik. Sie konnten jetzt länger draußen bleiben. Der Hund mußte "gesucht" werden.Meine Mutter hatte nicht die Lust dazu, nachts aufstehen zu müssen um einen heulenden Hund in's Haus zu lassen. Schade eigentlich das ich nicht mit Sultan spazieren gehen durfte!
So passierte es auch das er eines Nachts, nachdem meine Schwestern Sultan noch raus gelassen hatten, verschwand.
Am anderen Morgen war das Theater groß. Hatte der Hund doch hinter Schafen her gejagd. Dabei hatte er mehrere, darunter auch trächtige Tiere, in Wassergräben getrieben.
Und nun stand er vor der Tür. In Polizeibegleitung. Vorbei war es mit seinen nächtlichen Ausgängen. Nun war da ein Polizist dabei, der Sultan eigentlich ein liebes und gutes Tier fand. Ich meinte das der Polizist "Klunder" hieß, kann es aber nicht mit Sicherheit sagen. Aber er wollte dafür sorgen das Sultan eine richtige Erziehung bekommen sollte. Und so kam es das der Polizist und der Hund oft gemeinsam Streife durch's Dorf liefen.
Von den Lektionen,die der Hund bekam haben wir nicht viel mit bekommen, aber Sultan wurde immer gehorsamer, verlor aber nichts von seine Zutraulichkeit uns gegenüber. Nein es war ein liebes Tier.
Eine Lernstunde habe ich aber mit bekommen. Es war hart, hatte aber seine Wirkung Und an Schafen hatte er anschließend kein Interesse mehr.
Wir hatten einen geräumigen Fahrradschuppen. Und darin wurde er eingesperrt. Nein, nicht alleine. Das wäre ja langweilig gewesen. Er hatte Besuch von einem Schafbock.
Zuerst hörte man Sultan noch bellen, aber das wurde immer weniger. Dafür nahmen die Laufgeräusche zu. Ich glaube das der Bock dem Hund gezeigt hat wer der Stärkere von den Beiden war. Und der Hund hatte seine Lektion gelernt. Schafe erweckten bei ihm kein Interesse mehr. Auch nicht wenn er mit uns die Weiden hinter unser Haus durchstreiften.

17 Oktober 2005

Zuwachs


Unser Zuwachs ist da! Ein großer, schwarzer Bouvier. Woher er kam weiß ich nicht. Mein Vater hat ihn besorgt. Es ist nie darüber gesprochen worden das wir einen Hund bekommen sollten, aber gefreut haben wir uns riesig.
Ich war in der Schule als mein Vater den Hund geholt hat und wir wußten von nichts.
Nach der Schule,als ich nach hause kam,wollte ich durch die Vordertür in's Haus hinein. Aber, nachdem ich die Tür geöffnet hatte, schaute mir ein großer, schwarzer Kopf mit 2 funkelnden Augen entgegen. Ich hatte mich richtig erschrocken und die Tür sofort wieder zu gemacht. Oh man, was nun? Dann man durch die Werkstatt und zur Hintertür rein. Doch auch da sollte es mir nichts anderes ergehen. Nachdem ich, ganz vorsichtig natürlich, die Tür einen Spalt geöffnet hatte, saß auch hinter diese Tür eine schwarze Bestie! Ich traute mich nicht in's Haus hinein und fing an ganz laut zu rufen. Laut lachend kam mir mein Vater zu Hilfe. Was heißt Hilfe? Den größten Spaß hatte er. Und das nur weil ich Angst vor dem Hund hatte.
Aber die Angst dauerte nicht lange. Denn nachdem ich wußte das es jetzt unser Hund, unser Sultan war, wurde Freundschaft geschlossen. Es war ein ganz liebes Tier und ich , aber vorallem meine Schwestern, hatten viel spaß mit ihm.

Spannend....

Wir wohnen nun schon ein paar Wochen in Hoogkerk, jedenfalls lang genug um Verbote auferlegt zu bekommen.
Die grossen Holzschuppen waren für uns tabu. Wir durften dort nicht spielen denn es könnte ja ein Holzstapel umkippen während wir herum kletterten.
Auch der Boden wurde als Sperrzone erklärt. Es lag dort zuviel Gerümpel herum. Unter anderem alte Hobelmesser aus der Hobelmaschine. Oder Ketten vom Kettenstemmer.
Und die Werkstatt durfte ich schon garnicht betreten. Dort mußte schließlich gearbeitet werden.
Aber wie es nun mal ist....alles was verboten wird ist spannend und lockt.
Dann mußte ich die Umgebung abklappern um geeignete Spielplätze zu finden!

Und die waren genügend vorhanden!
Da war zum Beispiel der große Abfallhaufen von Smitt, ein Elektrogeschäft an der Hoendiep, ein Kanal der durch Hoogkerk geht.
Oder der Bauernhof von Geerd de Weerd, etwas weiter in der Kerkstraat gelegen.
Auch Koets, eine Firma die Metall verarbeitet, wurde von mir regelmäßig besucht.
Und wenn es nirgends etwas zu spielen gab, was allerdings selten vorkam, dann gab es ja noch die Weiden vom Bauern, Dort gab es immer was zu entdecken. Ob es nun kleine Fische in den Gräben, Frösche die herum hüpften oder sonstiges Ungetier war. Es gab immer irgendwo etwas zu entdecken!
Und noch etwas sollte passieren! Familienzuwachs!!!


14 Oktober 2005

Flieg' nicht zu........

Flieg' nicht zu weit! Ja, das können Tauben. Wie ich dazu komme? Nun, das wird diese Geschichte zeigen!
Als wir von Groningen nach Hoogkerk zogen, hatten die Leute,die dort zuvor gewohnt hatten, einiges an Sachen dagelassen. Außer Kinder-Schubkarren aus Holz, oder Schaufel aus Holz , war da auch noch einen Taubenschlag zurück geblieben.
Und dieser Taubenschlag, mit den Tauben, durfte ich haben! Mann, das war super, das war klasse! Eigene Tiere, nur für mich. Natürlich mußte ich sie selbst versorgen. Das mußte erst mal gelernt werden und mein Vater hat mir sehr dabei geholfen. Es waren schließlich die ersten Tiere die ich haben durfte. In Groningen ging das nicht. Da war kein Platz für Tiere. Ja, Einen Salamander hatte ich mal. Selbst gefangen im Park, de "Sterrebos". Aber der ist mir geflüchtet. Einen Onkel von mir, Onkel Chris, hat sich immer mit Stadttauben beschäftigt. Da konnte mein Onkel stundenlang am geöffneten Fenster sitzen und die Tauben mit Futter locken. Nur landeten diese Tauben, wenn er es dann geschafft hat sie zu fangen, in den Kochtopf.
Nein, das sollte mit meinen Tauben nicht passieren. Die wollte ich gut versorgen.
Sie bekamen ihr Fressen und auch Trinkwasser. Nur fliegen durften sie nicht. Ich hatte viel zu viel Angst das sie wegfliegen würden.
Nur wurde das mit der Zeit auch langweilig. Nur füttern und dann auch noch den Taubenschlag sauber machen!?!Es mußte doch eine Möglichkeit geben die Viecher fliegen zu lassen, ohne das sie abhauen konnten!
Da kam mir eine glänzende Idee. Gar nicht so dumm! AB in's Haus, eine Rolle Garn geholt und meine Tauben durften fliegen. Nun ja, Eine. Ich hatte mir überlegt das Hunde an der Leine geführt werden. Und was Hunde können, können Tauben auch!
Fix das Garn um die Pfote gewickelt, gut verknotet und ab in die Luft! Doch irgendwie wollte es nicht richtig klappen. Das Tier war sehr unruhig und ich konnte gar nicht mit dem Garn nachkommen. Also die Taube wieder eingefangen, Garn abgespult und dann konnte die Taube wieder weg fliegen. Müßte jetzt genug Garn haben!
Klatsch,rechts am Kopf, klatsch links am Kopf. Was war nun? Steht da auf einmal der Nachbar neben mir und ist fuchs-teufels-wild. Oooh, was war der böse mit mir! Was hat der geschimpft. Ich konnte gar nicht verstehen warum? Ich hatte es doch so gut gemeint. Tauben müssen doch fliegen! Und so ging es doch? Nein, das war nicht das richtige, so was durfte ich nie wieder machen. Habe ich auch nicht. Dafür hat der Nachbar, Siertsema, wohl gesorgt.
Meine Tauben durfte nach dieses Erlebnis frei herum fliegen, ohne Leine.
Nur meine Angst das sie weg fliegen könnten, hat sich bestätigt. Denn sie wurden immer weniger. Und wenn ich mein Vater danch fragte, meinte er nur das sie sich gegenseitig suchen würden.
Später bin ich dahinter gekommen, das es jedesmal Fleisch beim Essen gab wenn mal wieder eine Taube weniger im Taubenschlag war.
WIE DAS WOHL KANN!?!

09 Oktober 2005

Schule

Ja, so ist es nun mal. Einmal kommt die Zeit das der Ernst des Lebens beginnt. Und das Elend fing in Hoogkerk an. Nicht das ich kein Interesse hatte. Nein, das war es nicht. Nur ging soviel Zeit damit verloren. Die Schule! Es mußte wohl sein, aber ein richtiges Interesse war wohl nicht für die Schule vorhanden. Und so wie auf dem Bild sah ich auch nicht jeden Tag aus. Nur dann wenn der Schul- fotograf da war. Und das war, Gott sei Dank, nicht oft. Das Mädchen auf dem Bild ist meine Schwester Dinie. Ich weiß noch das wir in Holzschuhe,"Klompen", zur Schule gingen. Vor allem im Winter. Denn Holzschuhe waren warm und in der Schule wurden sie ausgezogen. War auch praktisch denn so blieb der Fußboden sauber. Fur die Holzschuhe gab es eine Art Innenschuh aus dünnem Leder und damit liefen wir im Klassenraum herum. Das war super. Die Dinger waren sauglatt und man konnte damit herrlich rutschen auf dem Bodenbelag.
Im Winter, wenn Schnee lag, hatten wir die Hoffnung das es nasser Schnee war. Der klebte gut und beim laufen sammelte sich immer mehr Schnee unter den Holzschuhen. Dann ging es darum wer das meiste Schnee unter seinen Holzschuhen hatte. Ich habe mir ettliche blaue Flecke dabei geholt. Aber das störte mir nicht. Das Laufen auf hohen Holzschuhen machte mehr spaß.

Das ist meine Alltagskleidung. Und das gefiel mir besser. Damit konnte man spielen und herum toben. Das war wichtig. Sogar wichtiger als die Sche..Schule. Irgendwie ging da doch zuviel Zeit mit verloren.

Viel lieber spielten wir in der Nähe der Zuckerfabrik.Oder auch bei einem Freund, der in der Nähe der Kartonfabrik wohnte. Das waren Orte wo man spielen konnte. Das war spannend, weil es verboten war.

05 Oktober 2005

Hoogkerk

Angekommen in Hoogkerk.
Im Einwohnwohner-Meldeamt steht das wir am 26.02.1957 nach Hoogkerk gezogen sind. Ich war, und bin es noch immer, der Überzeugung das wir dort 4 Jahre gewohnt haben. Wir sind am 04.12.1960 von dort wieder weg gezogen. Also frag' ich mich ob es nicht 1956 gewesen sein kann?
Die hier gezeigten Fotos wurden mir
vom Heimat verein Hoogkerk, durch den Herrn W.W. Kat, zu Verfügung gestellt. Ich möchte mich herzlich bedanken!
Das seitliche Bild ist zwar vor meine Zeit in Hoogkerk entstanden. Die Brücke und das Haus vom Brückenwärter (Brugwachter) kenn ich aber noch so wie auf dem Bild.
Das Haus wurde später, während eines heftigen Gewitters, von einem Blitz getroffen und ist dann abgebrannt.
Hier in der Nähe befand sich auch der Platz wo Festaktivitäten statt fanden wie z.B. Königinnentag oder auch der Kirmis.

Das 2. Bild zeigt das Gebäude in dem sich die Bäckerei Vos befand. Dort habe ich mich immer besonders gern aufgehalten. Denn wenn der Bäcker sein "Groninger Koek" fertig hatte, bekamen wir oftmals die Reste vom Gebackten. Und mit dem einen Sohn des Bäckers verstand ich mich auch sehr gut. Er hieß Jellard, glaube ich. An den Namen von dem älteren Bruder kann ich mich nicht mehr erinnern.
Jetzt kommen wir schon in der Nähe von unsere Wohnung.Wir wohnten in der "Kerkstraat". Und zwar Nr.4. Es liegt auf der linken Seite. Wenn man die Giebelfront folgt erkennt man 2 hohe Giebel. Danach, der 3. Giebel, war unser Haus. Es wirkte von vorne sehr klein, aber durch die Nebengebäude, und Anbauten, war es geräumig. Die Tischlerei befand sich seitlich, von vorne gesehen rechts, davon. Dann kam eine Durchfahrt die zu den Weiden von Geert de Weerd führte. Etwas zurückliegend in diese Einfahrt, auf der rechten Seite, standen, quer zur Einfahrt, ein Reihe mit kleinen Wohnungen. Diese wurden für die Polsterei hergerichtet. Und hinter diese Häuser befand sich ein großes Holzlager "de houtloods". Dort haben wir Kinder herrlich gespielt.
Meiner Erinnerung nach wurde die Brücke und Kreuzung in 1958-1959 umgeändert.
Die alte Dreh- brücke verschwand. Dafür kam eine Hubbrücke. Und der Brückenwärter bekam sein neues Brückenwärterhäuschen. Vorbei war für ihm die Zeit das er mit seinem Holzschuh an einer langen Stange den Brückenzoll einkassierte.
Hier sehen wir links nochmal die Bäckerei Vos. Die Srasse führt nach Groningen. An diese Srasse lag noch eine Schule und kurz dahinter ging es zur Badeanstalt. Da werde ich später noch mal auf zurück kommen. Und hinter die Bade- anstalt war die Eisbahn. Auch da haben wir
wunder- schöne Zeiten erlebt.
Ja, es gibt viele Geschichten von, über und aus Hoogkerk zu erzählen.

30 September 2005

Groningen

Das Wahrzeichen von Groningen, der" Martinitoren". Bis 1955 habe ich in Groningen gewohnt. Von diese Zeit weiß ich nur noch relativ wenig. An Freunde aus dem Kindergarten, oder aus unsere Strasse, kann ich mich auch nicht mehr erinnern. Eigentlich schade, aber in früheren Jahren hat man (ich) keine Interesse und später ist alles vergessen.
Ich glaube das sich die folgende Geschichte in der "St. Maartenstraat" abgespielt hat. Die Häuser waren, meiner Meinung nach, 3 Etagen hoch mit einem sogenannten Mansardendach. Allerdings oben fach, mit Dachpappe abgeklebt und mit Kies bedeckt. Wir wohnten oben und hatten nach hinten hin ein begehbarer "Balkon".Von dort aus war es nicht schwierig ganz nach oben, auf das Hauptdach, zu kommen. Nur wurde es uns verboten da hinauf zu gehen. Aber wie es nun mal so ist.....alles was verboten ist lockt. Und so kann ich von mir nicht behaupten nie dort oben gewesen zu sein. Es war herrlich. Eine schöne Aussicht. und man konnte ein ganzes Stück den Strassenverlauf folgen weil die Häuser aneinander standen.
Ob ich jemals erwischt worden bin weiß ich nicht, denn an eine Strafe deshalb kann ich mich nicht entsinnen. Außerdem war ich nicht oft oben. Da muß die Angst vorm herunterfallen wohl zu groß gewesen sein. Vorallem bei starken Wind. Aber gekribbelt im Bauch hat es schon.
Wie gesagt, bis 1955 ging meine Zeit in Groningen. Danach mußte mein Vater nach "Hoogkerk". Sein Arbeitgeber, Koos Visser, Meubelzaak, hatte dort eine kleine Tischlerei übernommen und mein Vater sollte den Betrieb dort leiten.

15 September 2005

Einzelne Bilder

Mir war es zu schade diese Fotos in den alten Album zurück zu legen.
Ich bin froh sie in dieses Album einfügen zu können.









Rechts seht ihr mein Vater mit seinen Nach-
kommen.







Links
steht meine Mutter









Und hier darf ich "Pferd"reiten.Damals ging das noch,doch jetzt hat meine Mutter ihren
Rücken kaputt.











Das Nikolausfest wird in den Niederlanden groß gefeiert.Ich persönlich finde es schöner an dem Tag die Geschenke zu bekommen. So kann Weihnachten bleiben was es ist. Ein christliches Fest.













Und da ist mein ganzer Stolz wieder.
Mein Roller.
Wir Beiden waren unzertrennlich



13 September 2005

H.L.Wichersstraat

In onze zondaagse kleren op de foto staat altijd goed.
Deze foto is in
de H.L.Wichersstraat ontstaan.
Ja,we zijn verhuisd. Van de Winschoterdiep naar de H.L.Wichersstraat.
Nee hoor, helemaal niet erg want de Wichersstraat is een zijstraat van de Winschoterdiep. Dus had ik geluk en het kanaal was nog in de buurt.
Een nieuwe kennis had ik ook opgedaan. Tante Ton. De oudere dame heete in werkelijkheid mevrouw Canon,maar dat kon ik toen destijds nog niet zeggen. En met het woord "snoepie" had ik ook problemen. Dat was gewoon "toepie"!
En zag ik mevrouw Canon dan riep ik al van verre"Tante Ton, toepie"!














Dat was een leuke tijd!
De kleuterschool. zo v
er ik me kan herinneren was het schooltje in de buurt van de wichersstraat. Maar ik kan me ook vergissen want we zijn in groningen nog eens een keer verhuisd.
Dus kan de kleuterschool ook in de buurt van de "Piet Hein straat" geweest zijn.
Ik weet het niet meer!



En volgens mij was dit de winter van 1954 op 1955.
Lekker veel sneeuw. Daar zit je vandaag de dag op te wachten.
Na deze winter zijn wij verhuisd naar Hoogkerk, een klein plaatsje ten westen van Groningen.



03 September 2005

Posieren am Kanal

Es ist Samstag. Also eine gute Gelegenheit Euch meine Familie vorzustellen!
Ganz links, etwas hinter meine Mutter versteckt, sitzt Dinie. Dinie ist meine jüngste Schwester, 4 Jahre älter als ich. 5 Jahre älter als ich ist Elly. Sie sitzt ganz vorne. Und zwischen meine Mutter und Elly, ja der kleine dick
e Wonneproppen, das bin ich!

Wir Drei durften auch alleine auf's Bild. Schön braf und lieb in die Kamera lächeln.
Seht Ihr links den Roller? Das war mein ganzer Stolz. Zu der Zeit war das Geld nicht reichlich vorhanden und ein Roller galt damals als Luxus.
Mann, war ich stolz!

Und so stolz wie ich auf mein Roller war, so stolz war mein Vater auf seinen Sohn. Ich fühlte mich immer wie ein König wenn ich bei ihm auf sein Knie saß.
Ja mein Vater..........ich denke noch oft an ihm!

Ich glaube das es jetzt an der Zeit ist das ich meine Anekdote erzähle. Es muß sich etwa zu dieser Zeit abgespielt haben.
Ich war ein Bub von ca. 4 Jahren und verrückt nach Wasser. An- und für sich nicht so schlimm, nur das der Kanal immer lockte. Meine Mutter hatte es mir verboten dort zu spielen. Viel zu gefährlich. Ich könnte hinein fallen und schwimmen konnte ich noch nicht.
Aber Verbote waren schnell vergessen. Die Klapse auf mein Hinterteil nicht, die ich immer wieder von ihr bekam wenn ich mal wieder am Kanal erwischt wurde.
Nun war hinter den Baum stämmen, zum Wasser hin, eine Slipanlage. Diese wurde dazu benutzt um die gewässerten Stämme aus dem Wasser zu ziehen. Und weil es dort nur mäßig schräg zum Kanal hinab ging, konnte ich ohne viel Mühe an's Wasser gelangen!
Ich mußte nur aufpassen das Mama mich nicht erwischte. Und das gelang oftmals aber leider nicht immer. Und dann gab es wieder "langen Hafer"! da heißt, mein Hosenboden wurde dann wieder poliert! Nein,Angst vor Strafe hatte ich nicht. Dafür war ich viel zu gern am Wasser.
Doch eines Tages, ich spielte wieder dort wo ich nicht durfte; am Wasser! Auf ein Mal ein Geschimpfe und ein Gezeter hinter mir und bevor ich wußte was mit mir geschah hatte Mama mir an den Hosenbändern zu packen, schleppte mich zum Wasser und brachte es doch glatt fertig mir, Kopf unter, in's Wasser zu drücken. Was war die Frau böse! Ich konnte es nicht begreifen.
Endlich, nach einiger Zeit, wurde es ruhiger. Ich brauchte kein Wasser mehr zu schlucken. Mutter hatte ihre Wut an mir ausgetobt.
Voller Scham, weil ich naß war, mußte ich nach hause laufen. Ich fühlte die Blicke der Nachbarn in meinem Rücken stechen und zu allem Überfluß machte jeder Schritt den ich nach hause gehen mußte "PLATSCH PLATSCH PLATSCH"!
Und wie es der Zufall so will.
Ein paar Tage später wollte meine Mutter Wäsche waschen. Da sie eine sparsame Frau ist, auch damals schon, und da das Wasser im Kanal "sauber" war zu der Zeit, wurde es eimerweise aus dem Kanal, über die Straße anschließend die Treppen hoch zum Waschzuber geschleppt. Jawohl! Dabei geschah es dann: Sie verlor ihr Gleichgewicht und kippte vornüber in's Wasser!
Jetzt mußte sie Spießrutenlaufen. Erst mühsam aus dem Kanal krabbeln, um Hilfe rufen ging nicht. Die Nachbarn könnten ja was mitbekommen. Dann über die Straße. Hoffen das keiner sie so pitschnaß sieht und dann ungesehen in's Haus! PATSCH PATSCH PATSCH machte ihre Schritte auf dem Strassenpflaster! PLATSCH PLATSCH PLATSCH hörte man auf die Treppe. Endlich war sie in der Wohnung und konnte sie sich umziehen. Und das Schönste war!?! Keiner hatte sie gesehen. Keiner hatte was mitbekommen! Dachte sie.
Als sie später wieder unten war kamen die Nachbarn schon zu ihr hingelaufen. Und alle hatten nur eine Frage: Na Frau Greiner, sind Sie in den Kanal gefallen? Und die Schadenfreude sprang förmlich aus diese Frage raus!
Glaubt mir!.Meine Mutter hat sich mehr geschämt als ich als sie es fertig brachte mir in' Wasser zu stecken!
Ja ja, der liebe Gott bestraft die kleinen Sachen........!





23 August 2005

Nicht nur Wasser!

So,Was meint Ihr davon? Ich habe mittlerweile meinen 1. Geburtstag gefeiert. Ja ja, natürlich am Kanal, ist doch klar. Und das laufen klappt auch einiger Maßen. Lacht bitte nicht über mein Hosenanzug. War halt so Mode damals.Nicht so wie heute, wo überall gleich einen Markenname darauf stehen muß.
Nein dies ist gute Handarbeit,an langen Winterabenden, nach getaner Arbeit mit der Hand gestrickt. War schon ganz praktisch: Wenn die Sachen zu klein geworden waren, wurden sie wieder auseinander geholt, "uitgerafelt" auf holländisch, und die Wolle konnte für was anderes nützlich sein. "Pannelappen" vielleicht?
Jdenfalls klappte es mit dem laufen und die Hoffnung bestand das meine füllige Wangen etwas weniger werden könnten!?!

Opa ist zu Besuch
















Da seht Ihr es selbst! Opa Bebingh ist zusammen mit seine Frau, Tante Ciska und den beiden Kinderrn Egbert und Marijke, zu Besuch! Und wo sitzen sie? Richtig, am Kanal. Na ja, ist vielleicht auch eine schöne Kulisse für ein Foto.

Winschoterdiep (Groningen NL)






Ja,der "Winschoterdiep" ein Kanal in Groningen (NL)hat für mich magische Anziehungskräfte.Woher das kommt kann ich nur ahnen und die Foto's zeigen es ja auch!Wenn es irgend etwas gab,eine Feier oder auch ein Familielentreffen,man traf sich immer am Kanal!Auch Sonntag's,bei schönem Wetter,wurde ein Plätzchen am Kanal gesucht und dann blieb man dort den ganzen Tag!
Und bei einer dieser Gelegenheiten durfte,mußte, ich
für ein Erinnerungsfoto possieren.Ob ich nun wollte oder nicht.Sogar weinen hat nichts genützt! Aber Elly paßt ja gut auf mich auf das nichts Blödes passiert. Und weglaufen ging auch nicht. Erstens konnte ich noch nicht laufen und zweitens wurde ich kräftig festgehalten.

22 August 2005

Ein Bild das ich heute bekommen habe und hier,zwischen "Meine Welt" einfüge.
Das Bild muß etwa 1919 entstanden sein,denn es zeigt mein Vater,in der Mitte sitzend,und der wurde am 4.7.1918 geboren.Rechts von ihm sitzt Lucas,1917 geb. und links stehend Christiaan,1915 geb. seine beiden Brüder.
Der einzige der noch lebt ist Lucas,mein Onkel.
Er wohnt seit eh und je in Groningen (NL)

21 August 2005

Angekommen in Groningen (NL)
Darf ich vorstellen? Der rechts sitzt,ja der mit den dicken Wangen,das bin ich.Ich weiß,man nennt sich selbst nie als Erster.Aber was solls? Das wußte ich damals noch nicht.Und links von mir,an meine rechte Seite,das ist meine Tante.Tante Marijke.Die Aufnahme ist am "Winschoterdiep"gemacht worden.Es gibt da noch eine schöne Anekdote zu erzählen.Aber dazu komm ich später noch.
Assen (tuinstraat)
Von meine Kindheit in Assen weiß ich eigentlich nichts mehr,denn kurz nach meine Geburt sind meine Eltern nach Groningen (NL) umgezogen.Das Bild links zeigt meine Schwester Elly,meine Schwester Dinie und Egbert,mein Onkel.
Später,als ich älter war,war ich oft in der "Tuinstraat"denn mein Opa und dessen Frau haben dort bis zum Tode meines Opas gewohnt. Mein Opa war durch den frühen Tod seiner ersten Frau,zum 2. mal verheiratet. Ja,meine Mutter hat ihre Mutter sehr früh verloren.Jedenfalls ,aus der 2.Ehe von Opa sind 2 Kinder hervor gegangen.Egbert und Marijke.Die Beiden haben in etwa mein Alter und das ist auch mit der Grund weshalb ich früher oft in Assen zu Besuch bei meinem Opa war!

20 August 2005


Christiaan (Chris) Greiner!

Ja,das bin ich, In 1956 in Hoogkerk (NL).Es war die schönste Zeit meiner Kindheit
. Ein Kindheit das in der "Tuinstraat" in Assen (NL) seinen Anfang nahm.Es war am 26.05.1950 als ich das Licht der Welt erblickte und meine Mutter glücklich machte!Ich war zu der Zeit das schönste,niedlichste und hübscheste Baby auf der ganzen Welt.Das zumindest behaupteten alle die zu Besuch kamen,meine Mutter beglückwünschte und sie mit Komplimente überschütteten.Außer Eine.Nur Eine befand es für nötig und mußte meine Mutter die Freude dämpfen.Ihre eigene Schwester,meine Tante also.Ja,meine Tante,Roelie genannt,behauptete doch glatt,ich würde aussehen wie ein kleiner Affe.Ich hatte das Glück das ich diese Aussage erst Jahre später zu hören bekam.Denn so konnte ich doch glückliche Weise ein normales,eigentlich ein sehr gutes Verhältnis zu Tante Roelie aufbauen.
Ja,ich kann sogar behaupten das gerade sie meine Lieblingstante wurde.Das muß wohl daran gelegen haben weil sie meine Mutter sehr ähnlich war und ist!